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Futzy
06-02-2007, 14:30
Wenn die Klospülung mal wieder streikt

München - Der Super Bowl ist das größte einzelne Sportevent der Welt.

Auch die 41. Ausgabe des Spiels aller Spiele, diesmal zwischen den Indianapolis Colts und Chicago Bears in Miami, wird Rekorde brechen.

Sport1.de präsentiert Wissenswertes und Witziges zum Super Bowl XLI: Von Party-Pizza über Prämien zu Ticket-Preisen.

* Pizza-Boom:

Auf der durchschnittlichen Super-Bowl-Party sind 17 Fans zu Gast, die Pizza-Dienste schieben Sonderschichten. An keinem anderen Tag im Jahr verbuchen sie mehr Umsatz. Am Super-Bowl-Sonntag liefert Branchenriese Domino's etwa doppelt so viele Pizzas wie an gewöhnlichen Sonntagen aus. Dabei legen sie mit ihren Lieferwägen eine Strecke von 6,4 Millionen Kilometern zurück. Das entspricht 161 Lieferungen, bei denen sich der Pizzafahrer einmal um die ganze Welt verfährt und die Pizza anschließend eiskalt ausliefert. Wohl bekomm's.
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* Werbepreise:

Dass die Pizzadienste noch mehr Bestellungen entgegennehmen können, rühren sie während des Super Bowls kräftig die Werbetrommel. Am Super-Bowl-Sonntag schalten Pizzadienste mehr als 70 Spots. Ein 30-Sekunden-Spot während des Spiels kostet 2,7 Millionen Dollar. Dafür muss eine Firma mehr als 350.000 durchschnittliche Pizzas ausliefern. Beim ersten Super Bowl war der Spot-Preis mit 42.000 Dollar vergleichsweise spottbillig.

* Probleme mit der Klospülung:

Die US-Amerikaner sind dazu angehalten, ihre Toilettengänge über das Spiel zu verteilen. Wenn alle Fans zu Beginn der Halbzeitpause aufs Örtchen stürmten, bliebe das Spülwasser aus. Betroffen sind vor allem wasserarme Staaten.

* Prämienflut:

Den Super Bowl als Spieler zu gewinnen rentiert sich auch aus wirtschaftlicher sich. Die Siegprämie beträgt 73.000 Dollar pro Mann. Das entspricht einem Minutenlohn von fast 1217 Dollar. Die Verlierer bekommen 38.000 Dollar.

* Ein teurer Spaß

Ein Super-Bowl-Besuch ist nichts für arme Schlucker. Die Tickets für die 41. Ausgabe kosten zwischen 3.500 und 7.000 Dollar, auf dem Schwarzmarkt noch viel mehr. Dennoch wird die Arena mit 75.000 Plätzen restlos ausverkauft sein. Auch bei der Zimmersuche wird es eng. Trotz des dreifachen Normalpreises sind Unterkünfte in und um Miami nur noch schwer zu ergattern.

* Manning wird gewinnen:

Mit Peyton (Colts) und Danieal (Bears) stehen zwei Mannings im Super Bowl XLI. Auch unter den Johnsons gibt es quasi eine Sieg-Garantie. Die Bears haben drei Johnsons (Bryan, Tank und Todd), die Colts setzen auf Charlie. Außerdem haben die Bears drei Browns (Mike, Alex und Ruben) im Team. Man könnte von "Braunbären" sprechen.

* Familienbande:

Während diese Namensvetter nachweislich nicht verwandt sind, liefen bereits 17 Brüderpaare im Super Bowl auf. Die Griffins waren eine besonders Football-affine Familie. Ray und Archie spielten im Super Bowl XVI, Keith im Super Bowl XXII.

* Missachtete Position

Mark Mosley hat einen Ehrenplatz in der Geschichte des Super Bowls. 1982 wurde er als erster und bisher einziger Kicker zum MVP des Endspiels gewählt. Die beliebteste Position für die Ehrung zum wertvollsten Spieler ist die des Quarterbacks. 19 Mal, davon gleich die ersten vier Mal in Folge, wurden Spielmacher zum MVP gekürt. Detail am Rand: In den letzten beiden Jahren wurde die Ehre jeweils Receivern (Branch, Ward) zu Teil.
Zusammengestellt von Tobias Kimmel und Karl Huber


quelle: Sport1.de